Wer einen Urlaub auf Sizilien plant, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher zu den Äolischen Inseln (Isole Eolie) in sein Programm aufnehmen.

  • Messina, Sizilien, Italien

Kategorien

Die Äolischen Inseln im Norden von Sizilien

Die Äolischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, liegen nördlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer und gelten mit ihren Inseln Alicudi, Filicudi, Lipari, Panarea, Salina, Stromboli und Vulcano als fantastisches Reiseziel abseits des Massentourismus. Das liegt unter anderem sicher auch daran, dass sie nur auf dem Seewege zu erreichen sind. Mehrmals täglich verkehren Fähren und Schnellboote zwischen Milazzo und Lipari, dem zentralen Umsteigehafen für alle Inseln. Aber auch von Messina, Cefalù, Palermo und Neapel aus werden die Inseln angesteuert.

Ihren klangvollen Namen verdanken sie den Einheimischen, die die Inselgruppe nach dem griechischen Gott des Windes Äolos benannten. Im 13. Jahrhundert lockte der Reichtum an Obsidian, dem schwarz glänzenden vulkanischen Glas, Eroberer auf den Archipel. Unter ihnen der König Liparos, der die Inseln kurzerhand nach sich selbst benannte. So erklärt sich, dass die Inselgruppe heute sowohl unter dem Namen Äolische Inseln als auch Liparische Inseln bekannt ist.

Was diese Inseln für Naturliebhaber und Badefreudige so anziehend macht, ist ihre wilde und unberührte Natur: kristallklares Meer, Thermalquellen unter freiem Himmel und Landschaften, die auf jeder Insel durch die geologischen Eigenschaften unterschiedlich sind. Das strahlende Weiß des Bimssteins, das Grün der Macchiasträucher und Grasbüschel, die erdigen bis roten Töne des Bodens und nicht zuletzt das Tiefschwarz der Lava liefern ein spektakuläres Farbspiel. Die Küsten bestehen fast immer aus steil ins Meer abbrechenden Ufern. Höhlen, Grotten und Felsbögen, kleine vorgelagerte Klippen und winzige Strandbuchten bilden eine bisher unzerstörte Landschaft. Aufgrund dieser Einzigartigkeit erklärte die UNESCO im Jahr 2000 die Äolischen Inseln zum Weltnaturerbe.